HECKL begegnet neuen Herausforderungen mit Innovationsgeist
Wie viele produzierende Unternehmen steht auch unser Werk in Rumburk vor der Aufgabe, die Produktionskosten stetig zu optimieren. Ein zentraler Kostenfaktor rückt dabei immer stärker in den Fokus: die Energiepreise.
Die aktuelle Energiekrise in Europa, bedingt durch geopolitische Spannungen und grundlegende Weichenstellungen in der Energiepolitik,fordert uns heraus, neue Antworten zu finden. Während über den künftigen Energiemix kontrovers diskutiert wird, ist eines unstrittig: Ohne eine nachhaltige und intelligente Energienutzung bleibt Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer unerreichbar. Denn in der Produktion können Energiekosten schnell über 50 % der Gesamtkosten ausmachen.
Herausforderung energieintensive Prozesse
Im Zentrum unserer Produktion bei HECKL stehen Kunststoffprodukte, die im energieintensiven Spritzgussverfahren hergestellt werden. Große Mengen an Energie werden benötigt – für das Aufheizenvon Maschinen und Formen, die Trocknung und das Schmelzen des Kunststoffgranulats sowie für die anschließende Kühlung.
Hinzu kommen energieabhängige Zusatzprozesse wie Roboter- und Förderbandbewegungen. Auch die Pulverlackierung erfordert einen hohen Energieeinsatz: von der Oberflächenvorbereitung über das Aufheizen auf bis zu 220 °C bis hin zum Einbrennen der Lacke und der abschließenden Zwangskühlung. All das verlangt präzises Energiemanagement, technisch und wirtschaftlich.
Investitionen in die Zukunft: Nachhaltig. Effizient. Innovativ.
Wir setzen auf einen ganzheitlichen Ansatz: Energieverbrauch senken, Emissionen reduzieren, und gleichzeitig die Produktivität steigern. Ein bedeutender Schritt in diese Richtung ist der Bau einer Photovoltaikanlage auf den Dächern unserer Produktionshallen und des Verwaltungsgebäudes. Trotz technischer Hürden – wie brandschutzbedingten Flächenverlusten und etzanschlussbeschränkungen – wird die Anlage mit 57 kWp künftig einen spürbaren Beitrag zur Eigenversorgung leisten.
Ergänzend testen wir derzeit eine innovative Schrauben-Windkraftanlage mit Blick auf die konstant windigen Bedingungen auf unserem Werksgelände. Erste Ergebnisse sind vielversprechend, der Ausbau istin Planung.
Energiespeicherung & digitale Optimierung
Die Eigenproduktion von Energie reicht allein nicht aus – ebenso wichtig ist deren intelligente Nutzung. Deshalb arbeiten wir daran, einen 50.000-Liter-Löschwasserbehälter künftig als ärmespeicher zu nutzenz. B. für Abwärme aus dem Spritzgussprozess. Damit reduzieren wir den Strombezug und erhöhen die Energieeffizienz.
Parallel setzen wir auf Digitalisierung: Eine geplante Softwarelösung mit künstlicher Intelligenz soll den Energieeinkauf an der Börse analysieren, prognostizieren und dynamisch optimieren – ein weiterer Hebelzur Kostenreduktion.
Quelle: Informationen der HECKL s.r.o., Juni 2025
HECKL Deutschland GmbH Frühlingstr. 5 97688 Bad Kissingen info@heckl-deutschland.de